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Am frühen Mittwochabend ist ein motorisiertes Kleinflugzeug auf einem unbestellten Feld am Rande der Neugersdorfer Straße in Seifhennersdorf notgelandet. Aus bislang noch unklarer Ursache traten während des Fluges in unmittelbarer Nähe der deutsch-tschechischen Grenze Umstände ein, die den 21-jährigen Piloten zwangen, das Luftgefährt zurück auf den Erdboden zu steuern.

Unmittelbar nach dem Aufkommen auf dem Ackerland brach das vordere Rad des Flugzeuges beiseite, sodass der Korpus sich nach vorne hin überschlug und schließlich auf dem Dach zum Stehen kam. Der Pilot und seine 61 Jahre alte Begleiterin verletzten sich leicht und konnten den mit zwei Sitzen versehenen Flugkörper ohne fremde Hilfe verlassen.

Ein tschechischer Rettungshubschrauber landete wenig später ebenfalls auf dem Feld, gefolgt von mehreren Feuerwehrfahrzeugen aus Šluknov und Jiříkov. Kurz darauf trafen mehrere deutsche Rettungskräfte und Kameraden der umliegenden Feuerwehren aus Ebersbach-Neugersdorf und Seifhennersdorf ein. Die Kollegen des Nachbarlandes hatten die Regionalleitstelle in Hoyerswerda alarmiert.

Die beiden Verletzten suchten wenig später ein Krankenhaus auf. Der insgesamt entstandene Sachschaden belief sich auf mehrere tausend Euro. Neben dem Flugzeug selbst war indes nichts beschädigt worden.

Ein weiteres im Verband mit dem Eindecker fliegendes Gefährt hatte seinen Weg unterdessen weiter gen Bautzen fortgesetzt, nachdem sein Begleiter es per Funk von der ungeplanten Landung informiert hatte. Die Crew sorgte später für die Bergung der nicht mehr flugfähigen Luftmaschine.

Das Polizeirevier Zittau-Oberland hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und befasst sich mit den Umständen, die zum Unfall des Luftfahrzeuges geführt haben könnten. Das zuständige Luftverkehrsamt in Braunschweig ist involviert worden. Die Untersuchungen dauern an. (pm)